Wir packten wieder Baguette mit veganem Käse, Trinken und Essen für Ruut ein und fuhren mit dem Bus nach Lyon. Diesmal wollten wir uns per Telefon vergewissern, dass der
Artisans du Monde Vieux Lyon auch offen hat. Leider ging zwar jemand ans Telefon, aber wohl ohne Englischkenntnisse. Darum versuchten wir unser Glück erneut. Diesmal war er tatsächlich offen und wir kauften ein paar Lebensmittel und ich ein tolles Top ein. Dazu gabs noch 3 faire und v.a. kalte Limonaden.
Ich wollte Ruut unbedingt noch die
Astronomische Uhr in der
Kathedrale von Lyon zeigen. Außerdem wollte ich mir noch eine Marienkerze mitnehmen. Dafür musste ich in die Sakrestei und danach fragen. Der Küster konnte sogar ein paar Worte Deutsch, aber da Ruut keine Lust mehr auf Kirche hatte, mussten wir schnell wieder gehen.
Wir machten uns auf den Weg in den großen Park: Parc de la Tête d’or (Park des goldenen Kopfes). Dort gibt es einen botanischen Garten und Tiere zum Anschauen. Da Ruut schon schlief, setzten wir uns einfach auf eine Bank im Schatten und legten das Kind auf dem Tragetuch neben uns. Dann aßen wir unser Baguette.
Als Ruut wieder aufwachte gingen wir Entenkucken und durch den Park stiefeln. Neben uns war wohl ein Jungesellingenabschied und die Mädels wurden auch fleißig von dem Kind bestaunt. Wir alle genossen das schöne Wetter und ließen es uns gut gehen. Dann gingen wir noch mit Ruut auf einen Spielplatz und ein paar der Tiere anschauen.
Dann fanden wir noch ein paar Attraktionen für Kinder: ein Kasperletheater, ein Stand an dem man Entenfischen konnte und eine Art Pferderennen, wo die Kiner im Wagen saßen und das "Pferd" vor sich lenken mussten und dabei Radfahren.
Wir liefen noch ein bisschen in der Hitze durch den botanischen Garten und wollten dann zum veganen Burgerladen, aber soweit ich die französische Anrufbeantworteransage verstand, hatten sie nicht offen. Also fuhren wir zum veganen Laden. Leider hatte der Sommerferien (und keine Webseite, auf der wir das hätten nachlesen können). Dann gings halt wieder zurück zum Campingplatz. Wir fuhren mit einer selbstfahrenden Bahn. D.h. ich konnte mich ganz vorn hinstellen und rausschauen, um endlich mal zu sehen, was der Fahrer so sieht.
Auf dem Campingplatz angekommen, machten wir Abendessen und gingen wieder Baden. Wir hatten alle einen Riesenspaß, bis Ruut irgendwann aus dem Becken ausstieg, ausrutschte und sich die Lippe aufschlug. Aber der kleine Schatz beruhigte sich schnell wieder.