Nach dem Frühstück neben der Baustelle einer Riesenkita entschieden wir uns, auch in Deutschland Sightseeing zu betreiben und zum
Pfahlbaumuseum (welches uns schon vor Jahren wärmstens ans Herz gelegt wurde) zu fahren. Von Konstanz aus ist es am sinnvollsten über die
Fähre zu erreichen.
Auf der Fähre
Meersburg haben wir einen LKW gesehen, dessen
Umweltfreundliches Logistik Unternehmen für eine vegane Lebensweise wirbt. Ich genoß die Fahrt sehr, v.a. weil man so schön am Wasser sein konnte, nur durch ein Seil getrennt. Leider hat Ruut die ganze Fahrt verschlafen.
Im
Pfahlbaumuseum machten wir erst die 3D Führung mit, zuerst waren alle etwas verwirrt, weil wir nicht ganz verstanden, was das alles sollte, aber dann überzeugte die Vorstellung. Danach erklärte eine Führerin kurz, wie die Pfähle gefunden wurden, wie die Häuser rekonstruiert wurden, und dass die Originale aus der Stein- und Bronzezeit stammten.
Immer wieder sahen wir einen
Zeppelin mit
Europaparkwerbung über uns.
Wir schauten uns alles genau an und Ruut hatte auch viel Spaß. Leider so viel, dass eine der Führerinnen uns mehrfach ermahnte, dass wir unser Kind ruhig halten sollten. Interessant für einen Ort, der sich "kinderfreundlich" nennt. Wir verspeisten unsere belegten Brote und lauschten einer der anderen Führerinnen (die kein Problem mit unserem fröhlichen Kind hatte). Ich wollte wissen, ob es wirklich so viel Fleisch gab, in der Steinzeit. Sie meinte, in der Altsteinzeit waren die Menschen noch nicht seßhaft und damit mussten schon die Kleinsten jagen. Es wurde an Pflanzlichem gegessen, was gefunden und getragen werden konnte. Erst in der Jungsteinzeit fingen die Menschen an, Ackerbau zu betreiben.
Wir lernten auch, dass ein Haus für die
Sendung mit der Maus gebaut wurde. Am meisten interessierten mich aber die Bilder der Mütter und wie sie ihre Kinder trugen. Dabei waren sehr interesste Tragetuchkonstruktionen. Dann sahen wir noch das Dorf dass für eine Leben-sie-in-der-Steinzeit Fernsehserie errichtet wurde. Dort gab es auch einen Barfußpfad, über den mein Mann (leider mit schlafendem Kind) und ich liefen.
Danach fuhren wir weiter auf einen Campingplatz auf dem wir das Wochenende mit Freunden und deren Kindern verbrachten.