Wir fuhren durch die ziemlich beeindruckende Quiraing Berggegend. Dort sahen wir auch den "Old Man of Storr", eine rund 50 m hohe Felsnadel.
In Portree angekommen, ging ich erstmal shoppen. Dann fuhren Kai und ich auf der
MV Stardust, um Seeadler zu sehen. Da Johannes ein bisschen krank ist, ging er nicht mit.
Der Kapitaen der Tour war sehr lustig, er zeigte mir, wie ich auf dem Boot stehen kann, wie ein echter Seemann (erinnerte mich sehr an die Lehren meines Taiji-Lehrers). Es war ziemlicher Wind und Wellengang (juhu) und hin und wieder Regen. Wir sahen Delfine, eine Lachsfarm und am Schluss eine Robbe. Aber am spannendsten war natuerlich der weisse Seeadler. Der Kapitaen schmiss einen Fisch ins Wasser und der Adler flog von seinem Baum, holte sich direkt neben uns den Fisch und entflog wieder. Mit dem Fernglas konnte ich erkennen, dass er neben seinen beiden Jungtieren landete. Faszinierendes Tier.
Er erzaehlte uns, dass die naechste Insel Rona heisst und von genau 2 Leuten bewohnt (und besessen) wird. Sie vermieten aber 3 Ferienhaeuschen, die meistens frisch Verheiratete von ueberall her mieten, bei denen die Frau Rona heisst.
Auf dem Schiff lernten wir ein Paerchen aus Texas kennen, das ihren Bus verpasst hatte, darum namen wir sie bis nach Dunvegan mit. Wir hatten unterwegs eine sehr nette Unterhaltung.
Jojo, Kai und ich besichtigten dann das Familienschloss der MacLeods, lernten dort etwas ueber die Familiengeschichte, die sagenhafte Feenfahne und besichtigten den wunderschoenen (leider im Regen etwas trueberen) Garten. Im Schloss waren u.a. viele alte Schwerter und das Trinkhorn zu sehen, welches das Klanoberhaupt in einem Zug austrinken muss, um seine Maennlichkeit und Fuehrungsfaehigkeit zu beweisen.
Das Schloss hatte auch einen Kerker, in den die Gefangenen geworfen wurden, um dort zu verhungern. Der Kerker lag direkt unter dem Aufgang von der Kueche zum Wohnzimmer, in der Treppe war gemeinerweise extra ein Durchzug, damit die Gefangenen das Essen riechen konnten, das nach oben getragen wurde.
Die naechste Station war der auesserste Zipfel der Duirinish-Halbinsel, Waterstein Head, bzw Neist. Dort war es so windig, dass Kais Brille von seiner Nase geweht wurde. Ich hatte einen riesen Spass daran, mich gegen den Wind zu stemmen.
Danach fuhren wir dann zum Bunkhouse in Portnalong (dem
The Croft Bunkhouse, Bothies & Wigwams), am Ende im Nichts. wir assen in der nahegelegenen Hotelbar und gingen frueh schlafen. Es windete so sehr draussen, dass die Leute auf dem Zeltplatz auch noch drinnen schliefen und es damit nachts ziemlich laut wurde.