Fahrt nach LyonDonnerstag, 25. August 2016Morgens packten wir wieder alles zusammen und Ruut watschelte durch die Gegend. Unsere Nachbarn aus München packten auch zusammen, sie hatten ein kleines Mädchen, 1 1/2 Jahre alt. Die Kinder beäugten sich und wir unterhielten uns ein bisschen. Dann fuhren wir nochmal zum Besucherzentrum des Parco Naturale del Gran Bosco di Salbertrand, um lokalen Honig zu kaufen. Danach wollte ich noch unbedingt an dem Bergsee Lago di Orfù vorbeischauen. Leider war der Weg dahin nicht ganz geeignet für unser Wohnmobil, also liefen wir ein paar hundert Meter dahin. Der See scheint von einem Angelverein überwacht zu sein, der allen Zugang abgesperrt hatte. Ich wollte ja auch in dem großen Ball übers Wasser laufen, da ich aber meine Schwimmsachen im Wohnmobil vergessen hatte und auch nicht zurücklaufen wollte, wollten wir nur kurz mit Ruut im Wasser planschen. Leider schien das nicht möglich, wir liefen um den ganzen See und überall, wo wir flach ins Wasser konnten, war ein Zaun und ein Schild, auf dem vermutlich (in italienisch) stand, dass nur Mitglieder des Angelvereins Zugang haben. Es gab ein paar Stellen, wo man "wild" ins Wasser konnte, aber die Abhänge waren mir zum runterklettern und v.a. zum unten Planschen für Ruut einfach zu unsicher. Nachdem wir fast um den ganzen See gelaufen sind war ich ziemlich frustiert. Aber wir fanden am letzten Zipfel doch noch eine schöne Stelle. Die war zwar auch nicht so einfach zugänglich, aber der Weg war auch nicht schwerer, als bei unserer Wanderung gestern Es war wirklich toll, Ruut beim Planschen im See zuzuschauen. Dann fuhren wir weiter, Ruut schlief fast die ganze Zeit, darum hielten wir auch nicht wirklich an. Gegen abend kamen wir dann in den Feierabendverkehr von Lyon. Auf der Saone fuhr jemand Wasserski, das war spannend. Dann kamen wir am Camping Indigo an. Sehr schöner Campingplatz mit viel schattigen Stellflächen, weitläufiges Gelände, gut besetzter Empfang (sprechen sogar gutes Deutsch), Kinderspielpätzen, Waschmaschinen,... Wir sind noch zum riesen Supermarkt nebenan gegangen und wollten Veganes einkaufen. Aber leider scheint das in Frankreich noch etwas anders zu sein als in Deutschland. Es stand nicht mal auf den Lebensmitteln in der großen Bio-Abteilung Große Wanderung in den AlpenMittwoch, 24. August 2016Heute haben wir unseren Rucksack für eine größere Wanderung gepackt und sind gegen Mittag losgewandert. Wieder durch Salbertrand und fast vorbei am Besucherzentrum des Parco Naturale del Gran Bosco di Salbertrand. Es ging ziemlich steil den Berg rauf und wieder auf unglaublichen Trampelpfaden, ohne die Wegmarkierungen hätte ich teilweise nicht geglaubt, dass das ein offizieller Wanderweg sein soll. Unterwegs haben wir immer mal wieder Teile eines Trimm-dich-Pfades gesehen. Das war wirklich ein unglaublich anstrengender Tag. Wir sind ca. 14 km gewandert. Das ist natürlich prinzipiell nicht viel, aber wir sind 450 m nach oben und wieder nach unten gewandert (eher geklettert). Ganz ehrlich, das war echt kein Spaß. Meine Oberschenkel und Knie haben teilweise den Dienst verweigert. Und Ruut fand das Tragetuch Irgendwann auch ziemlich doof, und frei Rumrennen ging auch nicht, weil überall Abhänge waren. Wir hatten wirklich wunderschöne Ausblicke und haben viel Natur gesehen, v.a. Silberdisteln und Schmetterlinge. Leider waren es weniger Tiere, als ich mir gewünscht habe. Aber es scheint die Autokorrektur bei dem Übertragen des Wunsches an das Universum zugeschlagen zu haben. Denn unterwegs, auf einer der unwegsamsten, steilen und rutschigsten Wege kamen uns zwei Radler (mit vollbeladenem Rad und natürlich nicht fahrend, eher tragend) entgegen. Ich war zuerst völlig irritiert, die beiden Frauen sahen auch total fertig aus, und der unwegsame Pfad ging noch ewig so weiter. Irgendwann dämmerte mir dann, dass ich mir ja Adler gewünscht hatte und dieser Wunsch wohl falsch beim Wunscherfüller angekommen sein musste, und daraus R-Adler wurden Unterwegs hatten wir einmal unseren Weg völlig verloren und mein Mann machte sich auf, den Weg wiederzufinden. Ich war so fertig, dass ich an dem wirklich wunderschönen Fleckchen einfach Rast machte und den Bäumen beim Rauschen zuhörte. Beim Suchen hat er nicht nur den Weg wiedergefunden, sondern auch noch zwei Grünspechte gesehen und eine Stelle mit tollem Ausblick auf einem Felsvorsprung (nicht besonders sicher). Ich kletterte runter und machte ein paar Fotos. Dort wuchs Lavendel Von oben konnten wir auch einen unglaublich blauen Bergsee sehen, in dem jemand in einem großen Ball über das Wasser lief. Wir nahmen uns vor, morgen daran vorbeizufahren. Unseren Campingplatz konnten wir auch von oben sehen. Einen Gebirgsbach, um unsere Füße zu kühlen und Ruut spielen zu lassen, fanden wir aber leider nicht mehr. Obwohl ich unterwegs öfters dachte, ich kann nicht mehr, gings doch immer irgendwie, und die letzten paar Kilometer gab mir das das Wissen, auf dem Heimweg zu sein nochmal Kraft. Nach dem Abendessen gingen wir nochmal mit Ruut auf den Spielplatz. Das kleine Ding sollte auch noch ein bisschen Bewegung abgekommen. Und es tobte sich auch brav auf den ganzen Geräten aus. Am meisten gefiel Ruut heute das kleine Häuschen, da konnte man toll rein und rauslaufen und aus den Fenstern rausschauen. Aber auch die Rutsche und die kleinen Wippen brachten Spaß. Dann besuchten wir noch die jungen Katzen, mit denen Ruut auch Spaß hatte. Ich glaube, dass Ruut vorsichtig genug mit Tieren ist, darum lasse ich das Kind mit ihnen spielen. Ich glaube, die kleine Katze hat zwar bei ein paar der unmotorischeren Bewegungen mit der Tatze zugelangt, aber wenn Krallen dabei waren sind keine bleibenden Kratzer zu sehen gewesen. Die beiden hatten sichtlich Spaß miteinander und die Katze hat Ruut gleich als Spielgefährten identifiziert. Kalte Füße in den AlpenDienstag, 23. August 2016Der Campingplatz ist ganz ok. Ziemlich viele Deutsche, Motorräder und Quads. Nach dem Aufstehen haben wir alles zusammengepackt und sind ca. 3 km durch das beschauliche Örtchen Salbertrand bis zum Besucherzentrum des Parco Naturale del Gran Bosco di Salbertrand gelaufen. Eigentlich hätten sie noch Mittagspause gehabt, aber sie haben für uns aufgemacht. Wir haben uns die vielen ausgestopften wilden Tiere, v.a. den Wolf angeschaut. Sie hatten alle wirklich toll in Szene gesetzt und sogar eine englische Beschreibung der Arten, die zu sehen waren. Wir kannten ziemliche viele der Tiere, da wir ja so viel Tierdokus anschauen Dort gab es auch eine Ausstellung eines Naturfotographen, der in dem Naturpark Bilder der Tiere gemacht hatte. Die Bilder waren einfach toll, aber Ruut leider etwas zu langweilig. Also kletterte Ruut einfach die Treppe rauf und runter. Danach liefen wir ein wenig in den Naturpark hinein. Die Wanderung war relativ anstrengend, nicht nur, weil wir das Kind tragen mussten. Die Wege waren ziemliche Trampelpfade mit Wurzeln, Steinen, Steilhängen, Kiefernzapfen auf dem Weg,... Unterwegs kamen wir an einem richtig schönen Gebirgsbächle vorbei. Das war eiskalt aber schön zum Spielen für Ruut, da relativ flach. Das Kind hatte einen Riesenspaß am Wasserplatschen und wir kühlten unsere vom Laufen beanspruchten Füße gleich mit. Mein Mann machte noch einen Geocache und wir machten uns an den Abstieg. Zurück liefen wir durchs Kieswerk, jetzt weiß ich endlich, wo der ganze Kies auf den Stränden herkommt Auf dem Campingplatz angekommen haben wir Abendessen gemacht und sind mit Ruut noch zum Spielplatz. Der hat dem Kind wirklich total gefallen. Ich habe Ruut allein auf die Schaukel gesetzt und das Kind hat sich super festgehalten. Überhaupt ist Ruut ein begeisterter Kletterer, überall muss man den Fuß draufstellen und sich hochziehen, egal obs höher als der eigene Kopf ist, oder nicht. Die Rutsche hat Ruut auch zu Begeisterungsanfällen gebracht, genauso wie die kleinen Einzelkinderwippen, auf denen das Kind ganz allein gewippt ist. Fahrt in die AlpenMontag, 22. August 2016Heute haben wir dem Meer auf Wiedersehen gesagt und sind Richtung Alpen gefahren. Mittags haben wir angehalten und sind mit Ruut ein Stück spazieren gegangen. Nach einer langen Fahrt sind wir dann am Campingplatz Camping Gran Bosco in Salbertrand angekommen. Natürlich 5 Minuten nachdem sie offiziell schließen. Obwohl sie uns sagten, dass sie noch viel länger offen hatten, haben wir keinen gefunden. Irgendeiner der anderen Camper hat uns einfach die Schranke geöffnet und gemeint, wir sollen uns einfach wo hinstellen. Zum Glück fanden wir doch noch einen Zuständigen, der uns dann einen Platz zuwies und meinte, wir sollen morgen einfach an der Rezeption vorbeikommen und sagen, wieviele Nächte wir bleiben wollen. Wir suchten das Restaurant und bestellten uns 2 Pizzen ohne Käse und einen Salat. Wir waren sooo fertig. Beim Nachtspaziergang fanden wir einen Wanderweg und konnten unheimlich viele Sterne sehen. Genua PegliSonntag, 21. August 2016Heute war mal wieder ein richtiger Urlaubstag, wir sind erst gegen Nachmittag losgelaufen, denn morgens hats wie aus Kübeln geregnet und trotzdem wars danach wieder super heiß. Auf dem Campingplatz war ein kleiner Hund (nachher habe ich erfahren, dass er erst 6 Monate alt ist). Ich habe Ruut ein bisschen rumspringen lassen, während ich aufgeräumt oder gekocht habe. Und der Hund hat jämmerlich geheult und gebellt. Wohl weil seine Herrchen ihn allein gelassen haben, den Tag über. Und Ruut findet Tiere ja überhaupt sehr faszinierend und ist zu dem Hund hin. Als ich das gemerkt habe, hat der Hund das Kind schon abgeschleckt gehabt und die zwei haben sich quietschend unterhalten. Da Ruut auch an der Kette gezerrt hat bin ich der Überzeugung, dass das Kind den Hund befreien wollte. Ich weiß, ich hätte Ruut nicht so nah an den fremden Hund lassen sollen, aber ich vertraue meinem Kind, dass es Situationen und v.a. andere Lebewesen ganz gut einschätzen kann. Als der Hund etwas anders gebellt hat, ist Ruut auch gleich zurückgewichen. Diesmal haben wir uns nochmal Pegli angeschaut. Zuerst aind wir zum Strand, der leider auch ein Kiesstrand war und sogar, da nah am Hafen, keine Badefreigabe hatte. Das hat die Leute zwar nicht gestört, aber uns wars für Ruut doch zu gefährlich: Keine Ahnung, was da in dem Wasser drin ist. Wir sind ein Stück am Wasser entlang gewandert, aber es wurde nicht besser, und es war super heiß. Darum sind wir irgendwann umgedreht und mit Ruut noch auf den Kinderspielplatz. Schaukeln, Rutschen und auf den kleinen Wipptieren sitzen. Auf dem Rückweg sind wir vorbei an der Schule, an der die Fenster teilweise gemalt sind. Genua La LaternaSamstag, 20. August 2016Heute sind wir den Tag wieder sehr urlaublich angegangen Dann sind wir durch die schönsten Viertel von Genua, am Hafengebiet entlang. Immer der Führung des Telefonnavis hinterher Nachdem wir dann noch durch einen Tunnel gelaufen sind, kamen wir tatsächlich an dem Aufgang zur Laterna. Dort war dann alles super ausgeschildert. Wir kauften ein Ticket für den "Park", das "Museum" und den Aufstieg. Ich fand die Fähren spannend, vor allem die vielen Autos und Menschen, die auf den Einlass gewartet haben. Ruut haben die Treppen gefallen, am Schluss waren Hände und Füße rabenschwarz (v.a. weil im Haafen Kohle verladen wurde und alles voll mit Kohlenstaub ist). Alle mögen Ruut, das Kind ist meist super freundlich, strahlt alle an und ist süß mobil. Der Park war nicht so spannend, v.a. weil es sehr heiß und schwühl war. Das Museum waren eigentlich nur Filme, die man mit Kleinkind schwer anschauen kann, v.a. wenn der Text meist italienisch ist. Meinem Mann haben die Ausstellungsstücke der Wechselbirnen für den Leuchtturm gefallen. Beim Aufstieg haben wir ein paar Funker gesehen, die wollten aber nicht mit uns reden, weil sie dachten, wir wollen ja wohl den Turm besteigen und sind falsch abgebogen. Also bestiegen wir erst den Turm. Leider kamen wir nur bis zur ersten Plattform. Haben uns umgesehen, den Ausblick genossen und sind wieder runtergestiegen. Diesmal konnte mein Mann sich verständlicher machen und alle haben sich über den Radioamatori gefreut und über sein schwarz eingefärbtes Kind. Es lief wohl ein Kontest, ein Leutturmwochenende, bei dem versucht wurde von Leuttürmen so viel Funkverbindungen wie möglich aufzubauen. Die Funker teilten uns aber mit, dass es von diesem Leuchtturm schwer ist, weil die ganze Hafenelektrik das Funken stört. Danach wuschen wir Ruuts Hände, Füße und den ganzen Rest auf den Toiletten. Danach fuhren wir mit dem 1er Bus zurück, der eine kurze Strecke von der Laterna hielt und direkt zum Bahnhof von Pegli fährt. Von dort sind wir dann hoch zum Campingplatz gelaufen, haben Abendessen gemacht und dann unseren Nachtspaziergang im Dunkeln auf sehr ausgetretenen Trampelpfaden entlang dem Abgrund gemacht. GenuaFreitag, 19. August 2016Heute kauften wir uns gegen Mittag ein Busticket an der Campingplatzrezeption und liefen zum Bahnhof Genua Pegli. Dort nahmen wir den nächsten Zug Richtung Genua Innenstadt. Das erste Ziel war ein Weltladen. Wir fuhren mit dem Regionalzug und liefen ein Stück. Leider hatte auch dieser Weltladen Ferien. Aber es gab ein Schild, auf dem Stand, dass ein anderer Weltladen offen hat (der vor dem Bigo - dank Smartphone konnten wir auch finden, was das sein sollte). Zu dem fuhren wir dann mit der Straßenbahn. Der Weltladen war ganz gut ausgestattet und hatte schöne Kleidung und sogar vegane Schuhe Danach gingen wir noch zur Touristenstraße und schauten uns die S Lorenzo Cattedrale an. Die war innen und außen wirklich schön. Ich zündete zwei Kerzen an, wobei ich beim Anzünden der ersten das Anzündlicht ausversehen löschte Dann aßen wir ein paar Trauben und gingen weiter an der Chiesa del Gesù (e dei santi ambrogio e andrea) vorbei über die Piazza de Ferrari zum Bahnhof "De Ferrari", um wieder heim zu fahren. Reise nach GenuaDonnerstag, 18. August 2016Heute morgen haben wir gepackt und sind erstmal nach Livorno zum Tanken gefahren, dann haben wir im Bioladen eingekauft und sind die Strecke bis Genua gefahren. Als wir auf dem Campingplatz Camping Villa Doria ankamen, war ich zuerst irritiert. Der Platz liegt hoch auf dem Berg (zumindest wenn man mit dem Wohnmobil auf Umwegen raufkurven muss). Wir bekamen gleich den Platz neben dem Hauptgebäude, aber zum Glück bliebs Nachts ruhiger als in Miramare. Es gibt 2 Waschgebäude und ein Hauptgebäude, einfache Parkplätze nebeneinander den Berg rauf und unten noch eine große Fläche für Zelte. Wir sind nachdem wir das Wohnmobil aufgebaut hatten zuerstmal den Berg runter, durch einen Park zum Bahnhof von Pegli, dem Vorort von Genua in dem wir wohnen. Das waren zum Glück wirklich nur ca. 10 Minuten. Gleich neben dem Bahnhof ist ein Bioladen und nochmal ein Laden mit Bio- und veganen Produkten. Dann sind wir noch ein paar Meter bis zum Meer gelaufen. Leider war es wieder ein Kiesstrand und noch dazu einer, an dem man auf keinen Fall Baden sollte. Einige Häuser sind bemalt, als wären sie aus großen Steinen gebaut und wären verziert. Die Schule hat sogar aufgemalte Fenster zwischen den echten, vergitterten. Unten an der Straße beim Meer haben wir uns noch Pommes gekauft und sind langsam wieder zurückgelaufen. Den Nachtspaziergang haben wir auf einem kleinen Trampelpfad am Campingplatzgelände den Berg rauf gemacht, sehr sicher,... Bis wir auf eine größere Straße kamen, die wohl aber auch nicht mehr benutzt wird. Dann gings wieder auf einen Trampelpfad zu einem Flüsschen. StrandMittwoch, 17. August 2016Heute haben wir (außer ein bissel Putzen) gar nix gemacht. Abends sind wir nochmal mit Ruut an den Strand und ich habe 208 Fotos von Wasser und Familie geschossen. Da war ein Junge, der sah so aus, als wolle er Wasser vom Meer ins Meer schütten, das fand ich sehr lustig RadtourDienstag, 16. August 2016Gestern war ich mit Ruut im Pool, der leider Salzwasser enthält. Ruut war vom kalten Salzwasser wenig begeistert und wollte anstatt im Schwimmring lieber an Mamas Hals hängen. Diverse Versuche haben leider keine wirklichen Begeisterungsstürme ausgelöst, also sind wir zurück zum Wohnmobil. Dann haben wir versucht mit Ruut im Hänger eine Radtour zum nächsten Supermarkt zu machen, ca. 7 km. Leider fand das Baby das überhaupt nicht komisch, in dem Hänger eingesperrt zu sein, und uns nicht richtig zu sehen oder zu hören. So muss sich Ferbern anfühlen Als wir dann am Supermarkt ankamen wurde uns klar, dass der Feiertag in Italien ist, und alle Läden zu hatten. So ein Ärger für nix Heute haben wir unsere Radtour nochmal versucht. Diesmal ist Ruut schnell und ohne Schreien eingeschlafen. Am Weltladen in Livorno wurde das Kind wieder wach. Alle freuten sich über unseren kleinen Sonnenschein. Und wir freuten uns über die vielen schönen fairen Produkte. Die Idee mit dem Hänger war jetzt aber im wachen Zustand keine sooo geniale Idee mehr, also wurde Ruut im Tragetuch getragen und wir schoben unsere Räder inklusive Hänger. "Wer sein Kind liebt, der schiebt" oder so ähnlich. Im Bioladen wurde wieder jeder angestrahlt und wir waren begeistert von der veganen Auswahl. Wir kommen auf jeden Fall nochmal mit dem Wohnmobil (und Kühlschrank) vorbei und kaufen Kühlgut ein (EISSS!!!!!), das wir jetzt nicht heil heimbringen würden. Danach packten wir Ruut wieder in den Hänger und fuhren in Lichtgeschwindigkeit zu einem veganen Restaurant. Das La Casina di Alice. Das Essen war super lecker und der Nachtisch ein Traum. Für Ruut gabs einen guten Kinderhochstuhl und viel viel von Mamas und Papas Essen. Danach war das Kind so fertig, dass wir es im Tragetuch zum Schlafen brachten und es bis zuhause im Hänger geschlafen hat. Unterwegs habe ich noch zig Fotos vom Meer gemacht und mir ein paar Insektenstiche am Bein zugezogen (AUUUUAAA). Dann bin ich mit Ruut nochmal ans Meer, diesmal mit Badewindel. Auch hier gibts eine Art kleiner Bucht, wo ich mir ums Überspülen von Ruut keine Sorgen machen musste. Aber leider waren die kleinen, nach Salz schmeckenden Steine interessanter, als das Wasser. Nach einer Weile waren die kalten Wellen aber zum Glück nicht mehr so furchterregend, dass Ruut sogar mit dem Wasser gespritzt hat vor Freude Dann hab ich mir noch den Sonnenuntergang am Meer angeschaut. Miramare in LivernoSonntag, 14. August 2016Heute sind wir nach dem Frühstück losgefahren Richtung Meer. Unterwegs gabs Mittagessen (Kartoffeln!!!!) auf einem nicht ganz so schönen, dafür ruhigen Parkplatz. Ruut hat bis zum Mittagessen und auch auf der Fahrt danach geschlafen oder ruhig aus dem Fenster geschaut. Nach dem Mittagessen haben wir ein bisschen gespielt. Nach 300 km sind wir dann in Livorno im Miramare angekommen. Ruut hat dem Papa geholfen, alles aufzubauen. Vor allem der Bosch Akku-Schrauber und das Bohrerset war interessant. Aber auch das restliche Werkzeug musste untersucht werden. Dann sind wir alle zusammen runter ans Meer. Leider wieder ein Strand mit großen und kleineren Kieselsteinen, kein Sandstrand. Hier gibt es einen Pool, einen Laden, Kinderbespaßung, ein Restaurant, Duschen/Toiletten und 2 Waschmaschinen Zuerst bin ich mit Ruut ans Wasser, aber das Meer ist wohl nicht so ganz die richtige Beschäftigung. Das kalte Wasser ist einfach zu ungewohnt. Aber die kleinen Steine, die noch dazu nach Salz schmecken waren wirklich nicht aus Ruuts Mund fernzuhalten. Sann sind wir mit unserem Doppelfahrradanhänger als Kinderwagen an der Straße entlang auf einer Art Fußgängerweg, bis es nicht mehr weiterging und mussten umkehren. Ob Ruut sich in dem Hänger wohlfühlt kann ich noch nicht so wirklich sagen. Unseren Nachtspaziergang machten wir (mit Tragetuch) an der Straße entlang und am Meer zurück. MantuaSamstag, 13. August 2016Morgens nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Mantua (dorthin wurde Romeo verbannt). Wir standen auf einem guten Stellplatz (Area di Sosta Sparafucile). Es gab Strom und Duschen, Klos und Waschbecken zum Wäschewaschen. Sogar einen Automaten für kühle und einen für heiße Getränke gabs. Als wir ankamen, wars schon relativ warm. Gegen 14 Uhr liefen wir dann los Richtung Mantua. Entlang dem Kunstpfad und dann an der Straße entlang in der brühenden Hitze ca. 1,5 km. Am Stadteingang kamen wir zu einer Burg, die von einem wirklich ekligen Burggraben umzogen war. Da will man wirklich kein Gegner sein, der da reinfällt und nie wieder rausgelassen wird. Am Wichtigsten war mir erstmal das Essen. Aber alle Restaurants teilten uns mit, dass sie uns keine veganen Gerichte anbieten könnten. Ich war tatsächlich etwas frustriert. Aber wir versuchten es nochmal an einem Restaurant (hosteria pavesino pane e vino), die auch Pizza hatten (Pizza ohne Käse muss ja machbar sein). Und dort lief der Kellner sogar extra in die Küche, um zu fragen, ob im Teig Milchprodukte drin sind. Wir bekamen sogar einen Kinderstuhl (leider nicht so ganz praktikabel - wir mussten Ruut mit dem Tragetuch drin festbinden, um das Aufstehen zu verhindern). Am Nachbartisch saß auch ein Junge, der wurde mit einem Tablet und Kindervideo ruhiggestellt. Wir sind lieber ein bisschen über den Platz den Tauben hinterher. Ich bekam eine leckere Pizza mit Gemüse und Pilzen, ohne Käse und einen Salat. Mein Mann hat sich nicht so geschickt angestellt und der deutschen Übersetzung für Peperoni getraut (in Italien sind Peperoni nämlich Salamistücke und nicht Peperoni). Dann gingen wir noch Spazieren und ein veganes Eis essen in der Gelateria Giavazzi. Die Bedienung war super hilfreich, es gab sogar veganes Schokoeis und die Waffeln waren vegan. Ruut und uns hat das Eis super geschmeckt. Wir hätten 100 Kugeln essen können. Selbst dass ich direkt vor dem Eingang ein unruhiges Kind gestillt habe, hat keinen gestört. Auf dem Heimweg haben wir versucht Brot oder Brötchen zu kaufen, aber die Verkäuferin teilte mir mit, dass (wenn ich gegen Milch "allergisch" bin) es keine Produkte für uns in ihrem Laden gibt. Denn alle Brötchen und Brote enthalten Milch. Ich war etwas verwirrt. Zum Glück fanden wir noch zufällig einen kleinen Supermarkt, in dem wir Gemüse, Brot und andere Lebensmittel einkaufen konnten. Auf dem Stellplatz angekommen, hatte sich dieser schon gut gefüllt und es waren kaum noch Plätze frei. Wir aßen Abend und duschten. Der Nachtspaziergang war wirklich schön, wir wanderten entlang dem Kunstpfad, auch wenn wir von der Kunst im Dunklen nicht viel sehen konnten. Wäschewaschen in VeronaFreitag, 12. August 2016Morgens packten wir relativ spät, obwohl wir eigentlich bis um 11 weg sein sollten kamen wir dann doch so um 11:30 los,... Ruut gefiel die Autofahrt wie immer glänzend. So gegen 14 Uhr waren wir an unserem Campingplatz außerhalb von Verona: dem Agricamping. Wir machten uns auch gleich auf den Weg. Wir fuhren mit dem Bus nach Verona inklusive einem großen Rucksack und einem Koffer voller Wäsche und Windeln. Leider konnten wir die eine Wäscherei nicht finden, die zweite hatte Sommerferien und die dritte war viel zu weit weg. Zum Glück fanden wir um die Ecke noch eine. Leider waren es nur Waschmaschinen und kein Personal. Somit mussten wir über eine Stunde in der Nähe bleiben, bis die Wäsche fertig war und sie dann durch Verona schleppen. Damit war das vegane Restaurant gestorben, denn es schloss um 16 Uhr und öffenete erst nach Abfahrt des letzten Busses wieder. Die Eisdiele mit veganen Angeboten war viel zu weit weg zum Laufen mit dem Gepäck. Der Weltladen zu dem wir lange gelaufen sind, hatte auch Sommerferien (stand im Internet leider nix von). Auch die heiß ersehnten Klos, die ausgeschildert waren konnte ich nicht benutzen. Das erste hatte schon geschlossen und das zweite war dauerbesetzt. Ruut durfte einfach in die Büsche pinkeln, aber ich traute mich nicht, mit den ganzen Männern drumrum. Aber, wenigstens Julia konnte ich wiedersehen. Ich war 2008 schonmal mit einer Freundin am "Haus der Julia" in Verona und hab sie damals um Mann und Kind gebeten. Für ihre Hilfe wollte ich mich bedanken. Aber irgendwie störten mich die ganzen Menschen um ihre Statue herum, die dauernd ihre Hände auf die Brüste der Statue legten und sich dabei fotografierten. Besonders glücklich wirkte die Juliastatue dabei auch nicht. Darum besiegelte ich meinen Plan. Ich ging noch kurz um die Ecke in den Touriladen. Und dort stand noch eine Juliastatue Zurück liefen wir an der Arena von Verona vorbei zum Bus. Zuerstmal hatten wir kein Kleingeld mehr, um am Automaten im Bus zu zahlen, und der Fahrer hatte kein Wechselgeld. Aber es war ihm offensichtlich ziemlich egal, ob wir zahlen oder nicht. Leider war auch noch der Akku vom Handy durch die ganze Navigation leer und wir hatten uns nicht wirklich gut gemerkt, wo wir aussteigen sollten. Darum stiegen wir wohl 3 Halte zu früh aus. Da die Haltestellen wohl "Hauptstraße - Kreuzende Straße" benannt sind und uns das nicht klar war. Darum hatten wir uns nur die eine Straße gemerkt und sind bei der ersten Haltestelle ausgestiegen, die so hieß. Dann irrten wir mit Koffer und Rucksack und Baby herum. Nichts hatte offen und kein Mensch weit und breit. Zum Glück schauten wir hinter ein Haus, dort stand eine junge Frau, die auch noch Englisch konnte. Wir wußten weder die Straße des Campingplatzes noch den Namen, die Frau muss uns für Vollidioten gehalten haben (und dann noch mit Kleinkind, Koffern und Rucksack,...). Aber sie war sooo super freundlich und ließ uns zuerst unser Handy laden und dann fuhren sie und ihr Freund uns auch noch zum 3 km (!!!!) entfernten Campingplatz. Ich weiß immer noch nicht, wie ich mich für so viel Freundlichkeit bedanken soll. Sie meinte, wenn wir wieder in Verona sind, sollten wir bei ihr in der Residenza Villa übernachten. Zum Abendspaziergang konnten wir zuerst den Campingplatz nicht verlassen. Wir hatten zwar einen Schlüssel zum Öffen des Tores, falls wir nach Schließzeit zurückkommen sollten, aber von Innen war das Schloss nicht zu sehen. Und in die Schlösser, die man sehen konnte, passte der Schlüssel nicht. Aber nach sehr langem Grummeln fand ich das Schloß außen doch noch und wir konnten einen total romantischen Spaziergang machen. Es ging vorbei an einer aufgetakelten Dame, die auf einen Abholer (Freier???) wartete entlang der unglaublich befahrenen Straße auf dem nicht vorhandenen Fußweg. Nochmal GargnanoDonnerstag, 11. August 2016Auch heute hatten wirs nicht eilig. Wir haben wieder den Bus um 1 runter genommen und haben uns erstmal den Kreuzgang von S. Francesco angeschaut. Dort konnten wir Ruut nach der zwar kurzen aber trotzdem anstrengenden Busfahrt etwas springen lassen. Dann liefen wir ein bisschen herum, diesmal in die andere Richtung. Wir fanden einen kleinen Strand. Der hatte wieder Kies und leider diesmal kein so schönes Babybecken. Aber wir versuchten es trotzdem. Irgendwie sind Ruut das Wasser und v.a. die Wellen nicht geheuer. Danach machte mein Mann noch einen Geocache. Und wir spazierten noch ein wenig herum. In Gargnano fanden wir noch eine Attraktion. In den Häusern am Hafen sind Kanonenkugeln, die dort seit den Kämpfen zur italienischen Einigungsbewegung 1866. Die Kugeln sind dort als Zeichen der hart erkämpften Unabhängigkeit belassen worden. Wir kauften noch ein wenig Lebensmittel ein und fuhren wieder mit dem letzten Bus zurück. Wir machten Abendessen und liefen für unseren Nachtspaziergang den steilen Berg nochmal nach Muslone hinauf. Unterwegs konnten wir weit weg und sehr viel weiter unten ein Feuerwerk zuerst nur hören und dann auch sehen. Von ganz oben hat man auch Nachts einen wunderschönen Ausblick über die beleucheten Städte um den See am Ufer und in den Bergen sowie auf die blinkenden Schiffe auf dem Wasser. GargnanoMittwoch, 10. August 2016Heute haben wirs ruhig angehen lassen. Ruut hat uns super lang schlafen lassen. Gefrühstückt haben wir mit wunderschönem Blick über den ganzen Gardasee. Da der Bus nach Gargnanonur 4x am Tag fährt (um 7, um 1&2 und um 5), haben wir uns eigentlich entschieden, morgens runterzulaufen und dann mit dem letzten Bus wieder hochzufahren. Aber durch trödeln, haben wir dann um 12 erst Brote geschmiert und dann mit Packen gerade so den um 1 bekommen. Zum Glück sind wir nicht gelaufen, denn es war auch mit dem Bus eine ewige Gurkerei den Berg runter. Der Busfahrer des kleinen Busschens war freundlich und sagte uns, dass die Tickets im Bus viel teurer sind, als im Ticketladen. Unten in Gargnano angekommen sind wir erstmal eine Weile durch die Gegend gelaufen. Die Fußgängerwege an den Straßen sind hier praktisch nicht vorhanden, so dass wir auf der Straße laufen mussten. Ich bin wiedermal froh, dass wir tragen und keinen Kinderwagen haben. Unterwegs haben wir schöne Straßen- bzw. Wandmalereien gesehen und ein Gebäude mit Steinfiguren. Irgendwann haben wir dann einen kleinen Spielplatz gefunden, auf dem Ruut sich austoben konnte. Währenddessen habe ich den Weg zu dem Steinstrand gesucht, den ich vom Spielplatz aus sehen konnte. Ich bin einfach einer Gruppe Italiener, die Liegestühle getragen haben, gefolgt. Die Bucht war genial. Der See schlägt schon ganz schöne Wellen, wenn ein Motorboot vorbeifährt. Und die Bucht wurde durch große Steine geschützt, so dass wir Ruut einfach ins Wasser stellen konnten ohne dass wir Sorgen haben mussten, das Kind wird von großen Wellen begraben oder weggespült. Die Steine machten Ruut etwas zu schaffen, v.a. weil ohne Windel mit dem empfindlichen Po drauf fallen nicht so lustig ist. Am Besten gefielen Ruut aber die kleinen Stockentenküken, die sich von uns (wahrscheinlich hochillegal) mit Ruuts ungewürzten Maisflips füttern ließen. Dadurch kamen sie uns so nah, dass man sie fast streicheln konnte Als wir gehen wollten ist uns eine super kleine Echse aufgefallen. Hier ist überhaupt alles voll mit Echsen Wir kauften uns Tickets (auch gleich für Morgen) im Tabakladen und kauften uns eine Foccacia, die wir am Wasser aßen. Dann liefen wir zum Bus. Der Fahrer war der gleiche, mit dem wir auch runtergefahren sind. Lustigerweise quatschte er noch auf die Sekunde genau so lang mit seinem Kollegen, bis mein Mann seine Garminkarte für Italien am freien WLAN der Touristeninfo runterladen konnte (später stellten wir dann fest, dass es die falsche Karte war). Im Wohnmobil gabs Abendessen (wieder leckere Kartoffeln mit Knobi-Tomaten-Margarine, mhmmmm) und dann eine heiße Dusche für alle. Gerade als wir alles fürs Duschen gepackt hatten, ging der Regenschauer los. Aber da wir ja sowieso nass werden würden,... Diesmal war der Regen auf dem Wohnmobildach zum Glück auch nicht so laut. Dafür wars ziemlich kalt. Ruut ist nachts ganz schön ausgekühlt.
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