Wieder daheimMontag, 5. September 2016
So, jetzt sind wir wieder daheim, das Wohnmobil ist ausgeräumt, die Wohnung voll mit Zeug und v.a. dreckiger Wäsche. Und Ruut gewöhnt sich so langsam wieder ein.
Wir haben den Urlaub wirklich genossen und unser Kind hat vielleicht nicht viele Erinnerungen aber sicher viele neue Verknüpfungen im Hirn mitgenommen. Es hat sehr viel Nähe von seinen Eltern bekommen und hat in nur einem Monat riesen Fortschritte gemacht. Und wir haben Ruut nochmal ganz anders kennenlernen dürfen. PfahlbaumuseumDonnerstag, 1. September 2016Nach dem Frühstück neben der Baustelle einer Riesenkita entschieden wir uns, auch in Deutschland Sightseeing zu betreiben und zum Pfahlbaumuseum (welches uns schon vor Jahren wärmstens ans Herz gelegt wurde) zu fahren. Von Konstanz aus ist es am sinnvollsten über die Fähre zu erreichen. Auf der Fähre Meersburg haben wir einen LKW gesehen, dessen Umweltfreundliches Logistik Unternehmen für eine vegane Lebensweise wirbt. Ich genoß die Fahrt sehr, v.a. weil man so schön am Wasser sein konnte, nur durch ein Seil getrennt. Leider hat Ruut die ganze Fahrt verschlafen. Im Pfahlbaumuseum machten wir erst die 3D Führung mit, zuerst waren alle etwas verwirrt, weil wir nicht ganz verstanden, was das alles sollte, aber dann überzeugte die Vorstellung. Danach erklärte eine Führerin kurz, wie die Pfähle gefunden wurden, wie die Häuser rekonstruiert wurden, und dass die Originale aus der Stein- und Bronzezeit stammten. Immer wieder sahen wir einen Zeppelin mit Europaparkwerbung über uns. Wir schauten uns alles genau an und Ruut hatte auch viel Spaß. Leider so viel, dass eine der Führerinnen uns mehrfach ermahnte, dass wir unser Kind ruhig halten sollten. Interessant für einen Ort, der sich "kinderfreundlich" nennt. Wir verspeisten unsere belegten Brote und lauschten einer der anderen Führerinnen (die kein Problem mit unserem fröhlichen Kind hatte). Ich wollte wissen, ob es wirklich so viel Fleisch gab, in der Steinzeit. Sie meinte, in der Altsteinzeit waren die Menschen noch nicht seßhaft und damit mussten schon die Kleinsten jagen. Es wurde an Pflanzlichem gegessen, was gefunden und getragen werden konnte. Erst in der Jungsteinzeit fingen die Menschen an, Ackerbau zu betreiben. Wir lernten auch, dass ein Haus für die Sendung mit der Maus gebaut wurde. Am meisten interessierten mich aber die Bilder der Mütter und wie sie ihre Kinder trugen. Dabei waren sehr interesste Tragetuchkonstruktionen. Dann sahen wir noch das Dorf dass für eine Leben-sie-in-der-Steinzeit Fernsehserie errichtet wurde. Dort gab es auch einen Barfußpfad, über den mein Mann (leider mit schlafendem Kind) und ich liefen. Danach fuhren wir weiter auf einen Campingplatz auf dem wir das Wochenende mit Freunden und deren Kindern verbrachten. BodenseeMittwoch, 31. August 2016Morgens während mein Mann packte, ging ich mit Ruut auf den kleinen Spielplatz, neben dem auch das Schwimmbecken war. Leider war es hier zu kalt zum Plantschen Dann fuhren wir gegen Mittag von Basel Richtung Bodensee am Rhein entlang nach Konstanz und haben eine gute Freundin von uns besucht. Wir sind ins vegane Bistro Sol gegangen und haben großartig gegessen. Dann haben wir den Abend gemeinsam auf dem Sofa verbracht und sind SEHR spät schlafen gegangen. Ein Tag im Park in BaselDienstag, 30. August 2016Morgens nach dem Aufstehen und Frühstücken sind wir wieder zu unseren Freunden gefahren. Nach einer Weile sind wir dann in den Schützenmattpark gefahren (unterwegs haben wir in der Markthalle noch im Bioladen etwas Proviant gekauft). Im Schützenmattpark haben wir eine Hängematte aufgehängt und Ruut hat mit dem Wasser gespielt (exakt hier). Dann sind wir wieder zu unseren Freunden nach Hause und haben gekocht, haben noch ein bisschen Zeit mit dem Freund verbracht, nachdem er von der Arbeit heimkam und dann hat er uns wieder heimgefahren. Zolli in BaselMontag, 29. August 2016Morgens fuhren wir mit der Tram zu unseren Freunden (die Tageskarte ist in der Gasttaxe von 3,50 CHF pro Tag mit drin). Leider musste der Mann arbeiten, aber Mama und Baby waren zuhause. Sie war mit einer Freundin und deren Kind zu einem Besuch im Zoo Basel eingeladen, also gingen wir mit. Ich habe nicht das Gefühl, dass Ruut wirklich verstaden hat, was passiert. Ich jedenfalls glaube, dass Tiere nicht hinter Gitter gehören, und mir ist es lieber, wenn Ruut die Tiere auch wirklich hautnah erleben kann. Zoo oder Fernsehen macht glaub bei so einem kleinen Kind keinen Unterschied (für die Tiere natürlich schon). Dafür hatte Ruut einen Riesenspaß den Kinderwagen des anderen Kindes zu schieben (ohne Kind drin) und auf alle Barrieren zu klettern. Dafür wurde dann auch zick-zack im Tragetuch eingeschlafen Wir verabschiedeten uns von der anderen Mutter und blieben noch eine Weile. Wir haben ja keine Jahreskarte und zusammen 22 CHF Eintritt gezahlt (50% Ermäßigung, auch wegen der Gasttaxe). Wir gingen zum Aquarium und ich lernte, dass Piranhas einen viel schlechteren Ruf haben, als sie eigentlich sind. Es wurde noch nie ein Mensch getötet. Wir sahen Seepferdchen und Pinguine. Außerdem lernte ich, dass Boas und Pythons noch Fußstummel haben und Boas lebendgebärend sind. Dann gingen wir noch ins Affenhaus und stillten unsere Kinder. Ich beobachtete die kleinen Schimpasen und dann wurden wir freundlich darauf hingewisen, dass der Zoo jetzt schließt. Wir fuhren mit der Tram zurück zu unseren Freunden nach Hause und ich kochte uns etwas. Wir unterhielten uns, bis der Ehemann nach Hause kam und nachdem Ruut und das andere Baby eindeutige Signale fürs Bett gegeben hatten fuhr uns unser Freund freundlicherweise auf den Campingplatz (mit seinem Tesla), Ruut im Kindersitz seines Kindes. Fahrt in die SchweizSonntag, 28. August 2016Morgens half Ruut meinem Mann beim Abbauen. Wir verstauten wieder alles fahrtsicher und ich ging mit Ruut nochmal auf den Spielplatz, während mein Mann Brauchwasser, etc. entsorgte. Wir sind ca. 420 km in 4,5h gefahren und Ruut hat die ganze Zeit entweder geschlafen oder interessiert aus dem Fenster geschaut. Dabei brav am Fläschchen genuckelt oder Maisflips gegessen. Wir wollten keine Pause machen, damit wir von unseren Freunden in Basel noch so viel wie möglich haben. Wir kamen auf dem Campingplatz Camping Waldhort an. Unsere Freunde kamen mit ihrer kleinen Tochter und wir aßen erstmal was. Die Kinder wurden gefüttert und wir machten noch einen kleinen Spaziergang am Fluß entlang. Ein Tag im Park von LyonSamstag, 27. August 2016Wir packten wieder Baguette mit veganem Käse, Trinken und Essen für Ruut ein und fuhren mit dem Bus nach Lyon. Diesmal wollten wir uns per Telefon vergewissern, dass der Artisans du Monde Vieux Lyon auch offen hat. Leider ging zwar jemand ans Telefon, aber wohl ohne Englischkenntnisse. Darum versuchten wir unser Glück erneut. Diesmal war er tatsächlich offen und wir kauften ein paar Lebensmittel und ich ein tolles Top ein. Dazu gabs noch 3 faire und v.a. kalte Limonaden. Ich wollte Ruut unbedingt noch die Astronomische Uhr in der Kathedrale von Lyon zeigen. Außerdem wollte ich mir noch eine Marienkerze mitnehmen. Dafür musste ich in die Sakrestei und danach fragen. Der Küster konnte sogar ein paar Worte Deutsch, aber da Ruut keine Lust mehr auf Kirche hatte, mussten wir schnell wieder gehen. Wir machten uns auf den Weg in den großen Park: Parc de la Tête d’or (Park des goldenen Kopfes). Dort gibt es einen botanischen Garten und Tiere zum Anschauen. Da Ruut schon schlief, setzten wir uns einfach auf eine Bank im Schatten und legten das Kind auf dem Tragetuch neben uns. Dann aßen wir unser Baguette. Als Ruut wieder aufwachte gingen wir Entenkucken und durch den Park stiefeln. Neben uns war wohl ein Jungesellingenabschied und die Mädels wurden auch fleißig von dem Kind bestaunt. Wir alle genossen das schöne Wetter und ließen es uns gut gehen. Dann gingen wir noch mit Ruut auf einen Spielplatz und ein paar der Tiere anschauen. Dann fanden wir noch ein paar Attraktionen für Kinder: ein Kasperletheater, ein Stand an dem man Entenfischen konnte und eine Art Pferderennen, wo die Kiner im Wagen saßen und das "Pferd" vor sich lenken mussten und dabei Radfahren. Wir liefen noch ein bisschen in der Hitze durch den botanischen Garten und wollten dann zum veganen Burgerladen, aber soweit ich die französische Anrufbeantworteransage verstand, hatten sie nicht offen. Also fuhren wir zum veganen Laden. Leider hatte der Sommerferien (und keine Webseite, auf der wir das hätten nachlesen können). Dann gings halt wieder zurück zum Campingplatz. Wir fuhren mit einer selbstfahrenden Bahn. D.h. ich konnte mich ganz vorn hinstellen und rausschauen, um endlich mal zu sehen, was der Fahrer so sieht. Auf dem Campingplatz angekommen, machten wir Abendessen und gingen wieder Baden. Wir hatten alle einen Riesenspaß, bis Ruut irgendwann aus dem Becken ausstieg, ausrutschte und sich die Lippe aufschlug. Aber der kleine Schatz beruhigte sich schnell wieder. Die Kirchen von LyonFreitag, 26. August 2016Morgens stiefelte Ruut zu den italienischen Nachbarn, die zwei Hunde hatten, und bespaßte die ganze Familie. Die Hunde wurden von allen Seiten angeschaut aber nicht wirklich gestreichelt. Der eine Hund fand das nicht ganz so spannend und flüchtete immer wieder ins Wohnmobil, wohin Ruut ihm dann immer wieder gefolgt ist. Zum Glück hat sich die Familie über mein neugieriges Kind gefreut und sich nicht gestört gefühlt. Gestern hatten wir uns an der Rezeption Baguette bestellt, und nochmal extra versichert, dass es vegan ist. Das haben wir dann mit leckerem veganen Käse, den wir noch aus Pegli haben, belegt, haben Trinken und Essen auch für Ruut eingepackt und sind mit dem Bus nach Lyon gefahren. Ruut hat während der Bus- und Metrofahrt wieder die ganzen anderen Mitfahrer belustigt. Ich mache mir immer Sorgen dass das aufgeweckte Kind alle nervt, aber eigentlich sind immer alle total fröhlich, wenn sie das Kind strahlen und quietschvergnügt sehen. Zuerst sind wir zur Kathedrale von Lyon. Ich habe mich dort richtig wohl gefühlt, es war wirklich schön ruhig und eine entspannte Atmosphäre (kann aber teilweise daran gelegen haben, dass mein Mann mit Ruut draußen geblieben ist). Mir hat die Astronomische Uhr sehr gefallen, aber auch die Marienstatue. Dann sind wir zum Weltladen Artisans du Monde Vieux Lyon, aber der hatte laut Öffnungszeiten Mittagspause und sollte erst in kanpp einer Stunde wieder aufmachen. Also haben wir erstmal unsere Brote gegessen und dann sind wir durchs Touristenviertel gelaufen und haben uns alles angeschaut. Lyon ist wohl die Stadt des Kasperle. Wir waren am Musée Miniature et Cinéma, dort konnte man in der Vorhalle schon vieles Interessantes sehen. Aber wir entschieden uns dann dagegen die 9 Euro auszugeben. Nicht weil es uns nicht interessiert hätte, wir hatten Sorge, dass es Ruut zu langweilig wird, und wir wieder gehen müssen. Wir sind um kurz nach 2 wieder zum Weltladen Artisans du Monde Vieux Lyon, aber obwohl wir dann nochmal rumgelaufen sind war er noch zu. Schade! Dann sind wir mit der Zahnradbahn zur Basilika Notre-Dame de Fourvière gefahren. Diese Kirche war auch schön, aber irgendwie nicht so von der Atmosphäre wie die Kathedrale. Von der Aussichtsplattform draußen bewunderten wir den Ausblick über Lyon. Dann liefen wir den Berg runter zum Rosengarten. Unterwegs machten wir Halt, aßen nochmal was und ließen Ruut ein bisschen rumspringen. Den Rosengarten fanden wir zwar, aber da waren keine blühenden Rosen. Auf dem weiteren Abstieg haben wir kleine Kunstwerke gesehen. Da wir sowieso dran vorbeiliefen schauten wir nochmal nach dem Weltladen, aber der hatte immer noch zu. Dann gingen wir zu einem veganen Cafe Against the Grain gefahren und dann gelaufen. Wir haben leckere Salate und Wraps gegessen. Leider war Ruut sehr unruhig. Wir fuhren mit Metro und Bus zurück zum Campingplatz und da wir total durchgeschwitzt waren von dem heißen Tag, gingen wir zum Pool. Dort war sogar ein Babybecken mit nur ca. 10 cm Wassertiefe. Da hatte Ruut super viel Spaß. Dann gingen wir zusammen ins große Becken und plantschten auch da mit dem Kind im Wasser und es gefiel ihm wirklich sehr. Den Nachtspaziergang machten wir über das sehr weitläufige Gelände. Fahrt nach LyonDonnerstag, 25. August 2016Morgens packten wir wieder alles zusammen und Ruut watschelte durch die Gegend. Unsere Nachbarn aus München packten auch zusammen, sie hatten ein kleines Mädchen, 1 1/2 Jahre alt. Die Kinder beäugten sich und wir unterhielten uns ein bisschen. Dann fuhren wir nochmal zum Besucherzentrum des Parco Naturale del Gran Bosco di Salbertrand, um lokalen Honig zu kaufen. Danach wollte ich noch unbedingt an dem Bergsee Lago di Orfù vorbeischauen. Leider war der Weg dahin nicht ganz geeignet für unser Wohnmobil, also liefen wir ein paar hundert Meter dahin. Der See scheint von einem Angelverein überwacht zu sein, der allen Zugang abgesperrt hatte. Ich wollte ja auch in dem großen Ball übers Wasser laufen, da ich aber meine Schwimmsachen im Wohnmobil vergessen hatte und auch nicht zurücklaufen wollte, wollten wir nur kurz mit Ruut im Wasser planschen. Leider schien das nicht möglich, wir liefen um den ganzen See und überall, wo wir flach ins Wasser konnten, war ein Zaun und ein Schild, auf dem vermutlich (in italienisch) stand, dass nur Mitglieder des Angelvereins Zugang haben. Es gab ein paar Stellen, wo man "wild" ins Wasser konnte, aber die Abhänge waren mir zum runterklettern und v.a. zum unten Planschen für Ruut einfach zu unsicher. Nachdem wir fast um den ganzen See gelaufen sind war ich ziemlich frustiert. Aber wir fanden am letzten Zipfel doch noch eine schöne Stelle. Die war zwar auch nicht so einfach zugänglich, aber der Weg war auch nicht schwerer, als bei unserer Wanderung gestern Es war wirklich toll, Ruut beim Planschen im See zuzuschauen. Dann fuhren wir weiter, Ruut schlief fast die ganze Zeit, darum hielten wir auch nicht wirklich an. Gegen abend kamen wir dann in den Feierabendverkehr von Lyon. Auf der Saone fuhr jemand Wasserski, das war spannend. Dann kamen wir am Camping Indigo an. Sehr schöner Campingplatz mit viel schattigen Stellflächen, weitläufiges Gelände, gut besetzter Empfang (sprechen sogar gutes Deutsch), Kinderspielpätzen, Waschmaschinen,... Wir sind noch zum riesen Supermarkt nebenan gegangen und wollten Veganes einkaufen. Aber leider scheint das in Frankreich noch etwas anders zu sein als in Deutschland. Es stand nicht mal auf den Lebensmitteln in der großen Bio-Abteilung Große Wanderung in den AlpenMittwoch, 24. August 2016Heute haben wir unseren Rucksack für eine größere Wanderung gepackt und sind gegen Mittag losgewandert. Wieder durch Salbertrand und fast vorbei am Besucherzentrum des Parco Naturale del Gran Bosco di Salbertrand. Es ging ziemlich steil den Berg rauf und wieder auf unglaublichen Trampelpfaden, ohne die Wegmarkierungen hätte ich teilweise nicht geglaubt, dass das ein offizieller Wanderweg sein soll. Unterwegs haben wir immer mal wieder Teile eines Trimm-dich-Pfades gesehen. Das war wirklich ein unglaublich anstrengender Tag. Wir sind ca. 14 km gewandert. Das ist natürlich prinzipiell nicht viel, aber wir sind 450 m nach oben und wieder nach unten gewandert (eher geklettert). Ganz ehrlich, das war echt kein Spaß. Meine Oberschenkel und Knie haben teilweise den Dienst verweigert. Und Ruut fand das Tragetuch Irgendwann auch ziemlich doof, und frei Rumrennen ging auch nicht, weil überall Abhänge waren. Wir hatten wirklich wunderschöne Ausblicke und haben viel Natur gesehen, v.a. Silberdisteln und Schmetterlinge. Leider waren es weniger Tiere, als ich mir gewünscht habe. Aber es scheint die Autokorrektur bei dem Übertragen des Wunsches an das Universum zugeschlagen zu haben. Denn unterwegs, auf einer der unwegsamsten, steilen und rutschigsten Wege kamen uns zwei Radler (mit vollbeladenem Rad und natürlich nicht fahrend, eher tragend) entgegen. Ich war zuerst völlig irritiert, die beiden Frauen sahen auch total fertig aus, und der unwegsame Pfad ging noch ewig so weiter. Irgendwann dämmerte mir dann, dass ich mir ja Adler gewünscht hatte und dieser Wunsch wohl falsch beim Wunscherfüller angekommen sein musste, und daraus R-Adler wurden Unterwegs hatten wir einmal unseren Weg völlig verloren und mein Mann machte sich auf, den Weg wiederzufinden. Ich war so fertig, dass ich an dem wirklich wunderschönen Fleckchen einfach Rast machte und den Bäumen beim Rauschen zuhörte. Beim Suchen hat er nicht nur den Weg wiedergefunden, sondern auch noch zwei Grünspechte gesehen und eine Stelle mit tollem Ausblick auf einem Felsvorsprung (nicht besonders sicher). Ich kletterte runter und machte ein paar Fotos. Dort wuchs Lavendel Von oben konnten wir auch einen unglaublich blauen Bergsee sehen, in dem jemand in einem großen Ball über das Wasser lief. Wir nahmen uns vor, morgen daran vorbeizufahren. Unseren Campingplatz konnten wir auch von oben sehen. Einen Gebirgsbach, um unsere Füße zu kühlen und Ruut spielen zu lassen, fanden wir aber leider nicht mehr. Obwohl ich unterwegs öfters dachte, ich kann nicht mehr, gings doch immer irgendwie, und die letzten paar Kilometer gab mir das das Wissen, auf dem Heimweg zu sein nochmal Kraft. Nach dem Abendessen gingen wir nochmal mit Ruut auf den Spielplatz. Das kleine Ding sollte auch noch ein bisschen Bewegung abgekommen. Und es tobte sich auch brav auf den ganzen Geräten aus. Am meisten gefiel Ruut heute das kleine Häuschen, da konnte man toll rein und rauslaufen und aus den Fenstern rausschauen. Aber auch die Rutsche und die kleinen Wippen brachten Spaß. Dann besuchten wir noch die jungen Katzen, mit denen Ruut auch Spaß hatte. Ich glaube, dass Ruut vorsichtig genug mit Tieren ist, darum lasse ich das Kind mit ihnen spielen. Ich glaube, die kleine Katze hat zwar bei ein paar der unmotorischeren Bewegungen mit der Tatze zugelangt, aber wenn Krallen dabei waren sind keine bleibenden Kratzer zu sehen gewesen. Die beiden hatten sichtlich Spaß miteinander und die Katze hat Ruut gleich als Spielgefährten identifiziert. Kalte Füße in den AlpenDienstag, 23. August 2016Der Campingplatz ist ganz ok. Ziemlich viele Deutsche, Motorräder und Quads. Nach dem Aufstehen haben wir alles zusammengepackt und sind ca. 3 km durch das beschauliche Örtchen Salbertrand bis zum Besucherzentrum des Parco Naturale del Gran Bosco di Salbertrand gelaufen. Eigentlich hätten sie noch Mittagspause gehabt, aber sie haben für uns aufgemacht. Wir haben uns die vielen ausgestopften wilden Tiere, v.a. den Wolf angeschaut. Sie hatten alle wirklich toll in Szene gesetzt und sogar eine englische Beschreibung der Arten, die zu sehen waren. Wir kannten ziemliche viele der Tiere, da wir ja so viel Tierdokus anschauen Dort gab es auch eine Ausstellung eines Naturfotographen, der in dem Naturpark Bilder der Tiere gemacht hatte. Die Bilder waren einfach toll, aber Ruut leider etwas zu langweilig. Also kletterte Ruut einfach die Treppe rauf und runter. Danach liefen wir ein wenig in den Naturpark hinein. Die Wanderung war relativ anstrengend, nicht nur, weil wir das Kind tragen mussten. Die Wege waren ziemliche Trampelpfade mit Wurzeln, Steinen, Steilhängen, Kiefernzapfen auf dem Weg,... Unterwegs kamen wir an einem richtig schönen Gebirgsbächle vorbei. Das war eiskalt aber schön zum Spielen für Ruut, da relativ flach. Das Kind hatte einen Riesenspaß am Wasserplatschen und wir kühlten unsere vom Laufen beanspruchten Füße gleich mit. Mein Mann machte noch einen Geocache und wir machten uns an den Abstieg. Zurück liefen wir durchs Kieswerk, jetzt weiß ich endlich, wo der ganze Kies auf den Stränden herkommt Auf dem Campingplatz angekommen haben wir Abendessen gemacht und sind mit Ruut noch zum Spielplatz. Der hat dem Kind wirklich total gefallen. Ich habe Ruut allein auf die Schaukel gesetzt und das Kind hat sich super festgehalten. Überhaupt ist Ruut ein begeisterter Kletterer, überall muss man den Fuß draufstellen und sich hochziehen, egal obs höher als der eigene Kopf ist, oder nicht. Die Rutsche hat Ruut auch zu Begeisterungsanfällen gebracht, genauso wie die kleinen Einzelkinderwippen, auf denen das Kind ganz allein gewippt ist. Fahrt in die AlpenMontag, 22. August 2016Heute haben wir dem Meer auf Wiedersehen gesagt und sind Richtung Alpen gefahren. Mittags haben wir angehalten und sind mit Ruut ein Stück spazieren gegangen. Nach einer langen Fahrt sind wir dann am Campingplatz Camping Gran Bosco in Salbertrand angekommen. Natürlich 5 Minuten nachdem sie offiziell schließen. Obwohl sie uns sagten, dass sie noch viel länger offen hatten, haben wir keinen gefunden. Irgendeiner der anderen Camper hat uns einfach die Schranke geöffnet und gemeint, wir sollen uns einfach wo hinstellen. Zum Glück fanden wir doch noch einen Zuständigen, der uns dann einen Platz zuwies und meinte, wir sollen morgen einfach an der Rezeption vorbeikommen und sagen, wieviele Nächte wir bleiben wollen. Wir suchten das Restaurant und bestellten uns 2 Pizzen ohne Käse und einen Salat. Wir waren sooo fertig. Beim Nachtspaziergang fanden wir einen Wanderweg und konnten unheimlich viele Sterne sehen. Genua PegliSonntag, 21. August 2016Heute war mal wieder ein richtiger Urlaubstag, wir sind erst gegen Nachmittag losgelaufen, denn morgens hats wie aus Kübeln geregnet und trotzdem wars danach wieder super heiß. Auf dem Campingplatz war ein kleiner Hund (nachher habe ich erfahren, dass er erst 6 Monate alt ist). Ich habe Ruut ein bisschen rumspringen lassen, während ich aufgeräumt oder gekocht habe. Und der Hund hat jämmerlich geheult und gebellt. Wohl weil seine Herrchen ihn allein gelassen haben, den Tag über. Und Ruut findet Tiere ja überhaupt sehr faszinierend und ist zu dem Hund hin. Als ich das gemerkt habe, hat der Hund das Kind schon abgeschleckt gehabt und die zwei haben sich quietschend unterhalten. Da Ruut auch an der Kette gezerrt hat bin ich der Überzeugung, dass das Kind den Hund befreien wollte. Ich weiß, ich hätte Ruut nicht so nah an den fremden Hund lassen sollen, aber ich vertraue meinem Kind, dass es Situationen und v.a. andere Lebewesen ganz gut einschätzen kann. Als der Hund etwas anders gebellt hat, ist Ruut auch gleich zurückgewichen. Diesmal haben wir uns nochmal Pegli angeschaut. Zuerst aind wir zum Strand, der leider auch ein Kiesstrand war und sogar, da nah am Hafen, keine Badefreigabe hatte. Das hat die Leute zwar nicht gestört, aber uns wars für Ruut doch zu gefährlich: Keine Ahnung, was da in dem Wasser drin ist. Wir sind ein Stück am Wasser entlang gewandert, aber es wurde nicht besser, und es war super heiß. Darum sind wir irgendwann umgedreht und mit Ruut noch auf den Kinderspielplatz. Schaukeln, Rutschen und auf den kleinen Wipptieren sitzen. Auf dem Rückweg sind wir vorbei an der Schule, an der die Fenster teilweise gemalt sind. Genua La LaternaSamstag, 20. August 2016Heute sind wir den Tag wieder sehr urlaublich angegangen Dann sind wir durch die schönsten Viertel von Genua, am Hafengebiet entlang. Immer der Führung des Telefonnavis hinterher Nachdem wir dann noch durch einen Tunnel gelaufen sind, kamen wir tatsächlich an dem Aufgang zur Laterna. Dort war dann alles super ausgeschildert. Wir kauften ein Ticket für den "Park", das "Museum" und den Aufstieg. Ich fand die Fähren spannend, vor allem die vielen Autos und Menschen, die auf den Einlass gewartet haben. Ruut haben die Treppen gefallen, am Schluss waren Hände und Füße rabenschwarz (v.a. weil im Haafen Kohle verladen wurde und alles voll mit Kohlenstaub ist). Alle mögen Ruut, das Kind ist meist super freundlich, strahlt alle an und ist süß mobil. Der Park war nicht so spannend, v.a. weil es sehr heiß und schwühl war. Das Museum waren eigentlich nur Filme, die man mit Kleinkind schwer anschauen kann, v.a. wenn der Text meist italienisch ist. Meinem Mann haben die Ausstellungsstücke der Wechselbirnen für den Leuchtturm gefallen. Beim Aufstieg haben wir ein paar Funker gesehen, die wollten aber nicht mit uns reden, weil sie dachten, wir wollen ja wohl den Turm besteigen und sind falsch abgebogen. Also bestiegen wir erst den Turm. Leider kamen wir nur bis zur ersten Plattform. Haben uns umgesehen, den Ausblick genossen und sind wieder runtergestiegen. Diesmal konnte mein Mann sich verständlicher machen und alle haben sich über den Radioamatori gefreut und über sein schwarz eingefärbtes Kind. Es lief wohl ein Kontest, ein Leutturmwochenende, bei dem versucht wurde von Leuttürmen so viel Funkverbindungen wie möglich aufzubauen. Die Funker teilten uns aber mit, dass es von diesem Leuchtturm schwer ist, weil die ganze Hafenelektrik das Funken stört. Danach wuschen wir Ruuts Hände, Füße und den ganzen Rest auf den Toiletten. Danach fuhren wir mit dem 1er Bus zurück, der eine kurze Strecke von der Laterna hielt und direkt zum Bahnhof von Pegli fährt. Von dort sind wir dann hoch zum Campingplatz gelaufen, haben Abendessen gemacht und dann unseren Nachtspaziergang im Dunkeln auf sehr ausgetretenen Trampelpfaden entlang dem Abgrund gemacht. GenuaFreitag, 19. August 2016Heute kauften wir uns gegen Mittag ein Busticket an der Campingplatzrezeption und liefen zum Bahnhof Genua Pegli. Dort nahmen wir den nächsten Zug Richtung Genua Innenstadt. Das erste Ziel war ein Weltladen. Wir fuhren mit dem Regionalzug und liefen ein Stück. Leider hatte auch dieser Weltladen Ferien. Aber es gab ein Schild, auf dem Stand, dass ein anderer Weltladen offen hat (der vor dem Bigo - dank Smartphone konnten wir auch finden, was das sein sollte). Zu dem fuhren wir dann mit der Straßenbahn. Der Weltladen war ganz gut ausgestattet und hatte schöne Kleidung und sogar vegane Schuhe Danach gingen wir noch zur Touristenstraße und schauten uns die S Lorenzo Cattedrale an. Die war innen und außen wirklich schön. Ich zündete zwei Kerzen an, wobei ich beim Anzünden der ersten das Anzündlicht ausversehen löschte Dann aßen wir ein paar Trauben und gingen weiter an der Chiesa del Gesù (e dei santi ambrogio e andrea) vorbei über die Piazza de Ferrari zum Bahnhof "De Ferrari", um wieder heim zu fahren.
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